Black British writer wins major German-language fiction award

 ‘No, we are the people too’ … Sharon Dodua Otoo receives the Bachmann award at the ceremony in Klagenfurt, Austria. Photograph: Susanne Hassler/EPA

‘No, we are the people too’ … Sharon Dodua Otoo receives the Bachmann award at the ceremony in Klagenfurt, Austria. Photograph: Susanne Hassler/EPA

Sharon Dodua Otoo takes €25,000 Ingeborg Bachmann prize with Herr Gröttrup Sits Down, about the rocket scientist who worked for the Nazis, then the USSR.

When Sharon Dodua Otoo moved from Ilford to Hanover as an au pair in 1992, her family were concerned. Would a black girl from outer London cope with provincial Germany? “They were really panicked about it. ‘Don’t stay too long,’ they said.”

Twenty-four years later Dodua Otoo not only still lives in Germany, but has just won arguably the most prestigious award in the German language, the Ingeborg Bachmann prize – for the first and only short story she has ever written in the language of her adopted homeland.

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Britin Sharon Dodua Otoo gewinnt den Bachmann-Preis

 Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo


Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo

Eine deutsche Frühstücksszene mit Anklängen an Loriot: Die britische Autorin Sharon Dodua Otoo gewinnt den Hauptpreis bei den 40. Tagen der deutschsprachigen Literatur. Das Publikum favorisierte Stefanie Sargnagel.

“Herr Gröttrup setzt sich hin”, heißt der Text, für den Sharon Dodua Otoo den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis im österreichischen Klagenfurt gewonnen hat. Herr Gröttrup ist ein reichlich pedantischer deutscher Rentner, der seiner Ehefrau das Leben nicht nur beim Frühstück schwer macht.MEHR…

 

KINDER DER BEFREIUNG

Transatlantische Erfahrungen und Perspektiven Schwarzer Deutscher der Nachkriegsgeneration

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70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs würdigt dieser Band den Beitrag, den afroamerikanische Soldaten zur Befreiung Deutschlands vom Faschismus geleistet haben, und vereint Stimmen Schwarzer Deutscher der Nachkriegsgeneration. Historische, politische und wissenschaftliche Analysen, persönliche Geschichten, Interviews und literarische Texte fügen sich zu

einem Kaleidoskop zusammen, durch das eine neue Perspektive auf einen fast vergessenen Teil deutscher Geschichte und US-amerikanisch-deutscher Beziehungen entsteht. Ursachen und Auswirkungen von Rassismus in der Vergangenheit und Gegenwart werden ausgelotet und Strategien für positive Veränderungen aufgezeigt.

»Kinder der Befreiung ist ein Meilenstein in der in den vergangenen drei Jahrzehnten entstandenen Literatur über die vielfältige Geschichte Schwarzer Deutscher. Diese Anthologie vereint erstmals Schwarze Stimmen von beiden Seiten des Atlantiks und wirft neue Forschungsfragen zur Wechselwirkung von Rassismus in Deutschland und in den USA in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Die Texte erzählen keine ›Opfergeschichten‹, sondern sind Gegenentwürfe zu einer von Machtstrukturen bestimmten Geschichtsschreibung und bahnbrechend für eine Neudefinition transnationaler Identitäten. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung und gehört in jeden Kurs zur deutschen Nachkriegsgeschichte«.
Leroy T. Hopkins, Jr., Professor für Germanistik / Millersville University, PA

Der erste Teil des Bandes ist eine Überblicksstudie zur allgemeinen afro-deutschen Geschichte und Gegenwart und zu den Erfahrungen Schwarzer Deutscher in den USA und ordnet die besondere Geschichte der Nachkriegsgeneration und ihrer Eltern in historische Konstruktionen von »Rasse« und Nation in Deutschland ein. Demgegenüber steht die vielfältige Realität Schwarzer Menschen im Deutschland der Gegenwart.

Der zweite Teil, Life Writing – erlebte Geschichte, veranschaulicht aus persönlicher Sicht Aspekte aus der einleitenden Studie. Im dritten Teil, Perspektivenwechsel, werden aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven Problemfelder der afro-deutsch-amerikanischen Geschichte auf beiden Seiten des Atlantiks thematisiert und der Begriff »afrikanische Diaspora« kritisch reflektiert. Der vierte Teil enthält ein narratives Interview mit drei Gründerinnen von ADEFRA (Afrodeutsche Frauen) und ein Gespräch mit dem ehemaligen Boxprofi Charly Graf. Das Buch schließt mit fünf lyrischen Reflexionen.